Make-up kommt mir nur selten ins Gesicht. Zu aufwendig. Auch das Gefühl auf meiner Haut mag ich nicht besonders gerne. Bei Nagellack werde ich jedoch schwach. Wie ein Kind im Süßigkeitenladen streife ich durch diverse Drogerien und bin fasziniert von all den vielen bunten Farben. Beeindruckt von allerlei Fotografien von perfekt gepflegten Händen samt Nägeln, besuchte ich sogar regelmäßig meine „Nagelfee“ des Vertrauens. Alle drei Wochen wurden meine Nägel gefeilt, poliert und mit Schellack bemalt. Was vielversprechend begann, endete in einem „Maniküre Alptraum“. Meine Fingernägel wurden brüchig, rissen schmerzhaft tief ein und wurden von Behandlung zu Behandlung dünner. Den Schönheitssalon betrat ich mit einem zunehmend unangenehmen Gefühl. Der beißende Chemiegeruch stieg mir in die Nase, meine Hände kribbelten beim Auftrag des Lacks. Alles nur Einbildung? Keine Ahnung. Mein Körper ist definitiv ein Sensibelchen, oft nehme ich Dinge intensiver wahr als andere. HALT, STOP! So konnte es nicht weiter gehen. Eine Nagellack-Pause musste her. Einige Monate trug ich den „pure nature“ Look. Sprich: keine Nagelfarbe. War mir dann aber doch irgendwann zu farblos. Also machte ich mich auf die Suche nach einer Alternative.

GRAUSLICH BUNT

Bei meiner Recherche stieß ich auf allerlei Dinge, die ich NICHT in meinem Nagellack wollte. Unfassbar wie viele Produkte Inhaltsstoffe in sich tragen, die im Verdacht stehen, schwer gesundheitsschädigend zu sein. Schon nach nur zwei Stunden können diese Stoffe in den Körper gelangen und langfristige Schäden verursachen. Angefangen von allergischen Reaktionen und Ekzemen bis hin zu Krebs, Schäden an der DNA und damit verbundene Unfruchtbarkeit oder Autoimmunkrankheiten. Wattepads, die zum Entfernen von Nagellack verwendet wurden, dürfen aus diesem Grund auch auf keinen Fall in der Toilette entsorgt werden (und weil sie aufgrund ihrer Dicke die Rohre verstopfen und Kläranlagen schädigen). Das in den Nagellackentfernern und Nagellacken enthaltene „Gift“ ist mehr als bedenklich für den Wasserkreislauf. Wer mehr zu diesem Thema erfahren möchte, den empfehle ich einen Blick auf folgende Website: codechek.info  Dieses Toll ist auch als praktische App für dein Mobiltelefon erhältlich. Durch das Scannen von Barcodes erhältst du einfach und schnell Informationen zu den Inhaltsstoffen deiner liebsten Beautyprodukte.

 

NACHHALTIG VERZAUBERT

Bei meinem täglichen Ausflug durch die Social Media Welt entdeckte ich die nachhaltigen Nagelfarben von „gitti – conscious beauty“. Laut Website sind die Nagellacke vegan und tierversuchsfrei (für mich persönlich SEHR entscheidend), basieren auf natürlichen Inhaltsstoffen, werden auf verantwortungsvolle Weise in Frankreich produziert und nachhaltig verpackt. WOW! Fast zu schön, um wahr zu sein, dachte sich meine innere Kritikerin. Doch „Probieren geht über Studieren“ und so orderte ich mein erstes buntes Päckchen samt Lack und passendem Entferner.

Der Nagellack ließ sich gut auftragen und auch der „Top Coat“ überzeugte mich. Zwei bis drei Tage hielt die Farbe an meinen Nägeln richtig gut, danach zeigte sich der ein oder andere Schönheitsfehler. Dieser wurde aber einfach mit ein bisschen frischem Lack kaschiert und bescherte mir für fast eine Woche ein farbenfrohes Vergnügen. Besonders begeisterte mich der „neutrale“ Geruch. Nicht einmal mein Freund beschwerte sich, als ich mir beim abendlichen Sofagelage eine ausführliche Maniküre gönnte. Doch irgendwann ist für alles Schluss. Nach sechs Tagen hatte ich genug von dem Rot auf meinen Händen und der Lack musste ab. Der acetonfreie Nagellack forderte mich zu Beginn, die Farbe wollte einfach nicht verschwinden. Zum Glück gibt es das Internet. Eine begeisterte „Gitti“-Nutzerin erklärte wie es geht. Einfach den Entferner ein wenig einwirken lassen, schon tritt die Nagelfarbe den Rückzug an.

Der Entferner überzeugte mich durch Duft und Konsistenz. Statt beißender Chemie-Wolke, duftet er nach Lavendel; anstatt die Nägel auszutrocknen, hinterließ er einen pflegenden Ölfilm. Quasi Wellness für die Hände. Zu „Klassisch Rot“ gesellte sich in den letzten Wochen noch „Avocado“ und „Aubergine“. Obendrein fand ein pflegendes Nagelöl den Weg in meinen Badezimmerschrank.

MIT.OHNE.CHEMIE

Ganz ohne Chemie geht es leider nicht. Bei der Herstellung der nachhaltigen Lacke werden so viele natürliche Inhaltsstoffe wie möglich verwendet. Unterschieden wird zwischen der pflanzenbasierten Formel und jener auf Basis von Wasser. Die erste Variante beinhaltet zu 77% natürliche Ingredienzen, ist langanhaltend und farbintesiv. Der wasserbasierte Lack besteht aus 55% Wasser, ist einfach aufzutragen, trocknet schnell und ist komplett geruchsneutral. Ich habe sowohl die eine Formel als auch die andere ausprobiert. Auftragen lassen sich beide toll, einen klaren Favoriten habe ich nicht. Der neutrale Geruch sowie die pflegenden Inhaltsstoffe des wasserbasierten Lackes haben mich jedoch ein bisschen mehr überzeugt. Doch wozu überhaupt Chemie? Selbst der natürlichste Nagellack benötigt ein wenig Unterstützung aus dem Labor. So braucht er zum Beispiel Butyl und Ethyl Azetat, um die einzelnen Inhaltsstoffe miteinander zu vermengen. Ohne diese Stoffe würde sich der Nagellack im Fläschchen in einzelne Schichten abspalten. Des Weiteren braucht er die Unterstützung von Acetyl Tributyl Citrat, um auf den Nägeln einen Film bilden zu können. Selbst hinsichtlich ihrer Haltbarkeit braucht die natürliche Nagelfarbe ein wenig Support. Wer sich näher mit den Inhaltsstoffen der „gitti“ Nagelfarben beschäftigen möchte, klickt am besten hier rein. Hier findest du eine genaue Beschreibung aller Inhaltsstoffe.

FAZIT

Natürlich, der Verzicht auf Nagellack wäre die gesündeste und nachhaltigste Lösung. Die Nagellacke von „gitti – conscious beauty“ sind für mich jedoch eine empfehlenswerte Alternative. Mir gefällt die Philosophie des Unternehmens. Das Team arbeitet laufend an sich selbst, versucht sich ständig zu verbessern und neue nachhaltige Innovationen auf den Markt zu bringen. Wenn auch du mit ruhigem Gewissen Farbe bekennen willst, kann ich dir „gitti“ nur ans farbenverliebte Herz legen. Aktuell kann man die natürlichen Nagellackfarben in Österreich nur online kaufen. Hier geht es zum Shop. (Unbezahlte Werbung.)

Hex´ dir das Leben nachhaltig bunter! Be a switch.

Alles Liebe

Eure Katharina

 

 

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