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Upcycling Food Waste ist längst nichts Neues mehr. Also wieso hier noch ein Beitrag zu diesem Thema? Weil die wenigsten dann tatsächlich in die Mülltonne greifen, um daraus ihr Mittagessen zuzubereiten. Mich (FRÜHER!) eingeschlossen.

Wisst ihr, was neulich mein großer Sohn (4) – ich schwöre es, kein Witz – Wort für Wort zu mir gesagt hat? „Mama, den Mist ess ich gern!“ Ich musste so herzhaft lachen, dass mir dabei die Upcycling-Suppe durch die Nase wieder rausgekommen ist. Es gab mittags Karottengrün-Cremesuppe. Ein so einfaches Gericht, das sich nebenbei kocht, selbst, wenn man wie ich als Selbständige tätig ist, zwei kleine Kinder hat, einen Hund, vier Schildkröten, einen Mann, der vielleicht noch mehr Arbeit macht als alle anderen zusammen (alle in Partnerschaft lebenden Personen wissen, was ich meine), das Familienleben grundorganisiert und den Haushalt schupft.

UPCYCLING SPART GELD!

Doch Upcycling-Gerichte setze ich (leider) erst seit kurzer Zeit in die Tat um, dafür nun aber sehr intensiv. Das umgehend sichtbare Ergebnis: Meine Biotonne ist tatsächlich nur mehr halb so voll und mein Portemonnaie vermutlich um genau dieses Volumen dicker. Müll ist gratis.

Ich möchte hier nicht groß Rezepte anpreisen, denn ich koche sehr oft aus dem Bauch heraus, probiere herum, schmecke ab und dann kommt es auf den Teller. Aber ich verrate euch gerne, was in meinem Cremesuppentopf gelandet ist: Karottengrün zweier Bündel Bio-Karotten von „Verwurzelt“ (www.verwurzeltgemüsegärtnerei.at) aus Gutenstein, Wasser aus der Leitung, viele Kräuter aus meinem Garten (z.B. Petersilie, Basilikum, Schnittlauch,… – so genau weiß ich das gar nicht mehr. Ich glaube, sogar Minze war dabei), Zwiebel aus dem Garten, selbstgemachte Suppenwürze und Kräutersalz meiner lieben Mama, ein Schuss Bio-Hafer-Cuisine von Spar und vor dem Servieren noch je ein kleiner Schuss Leinsamenöl für die Omega-6-Fettsäuren. (Ich will hier wirklich keine Werbung machen, aber diese Hafer-Cuisine von SPAR ist großartig, weil sie natürliche Stoffe und weder Palmöl noch Kokosfett beinhaltet. Das Allerbeste: Sie geht beim normalen Einkauf einfach mit und ich muss nicht extra in einen Bioladen.) Gekostet hat das Gericht ein paar müde Cent. Denn abgesehen von den wenigen Tropfen Leinöl und dem Spritzer Hafer Cuisine war alles aus dem Garten oder vermeintlicher Bio-Müll.

UPCYCLING-REZEPTE SIND OFT KOMPLIZIERT

Ich glaube, das Problem vieler Upcycling-Gerichte, die einem mit hübschen Bildern aus sämtlichen Zeitschriften entgegenlachen, ist, dass sie aufwändig sind und dann probiert man sie gar nicht erst aus. So beispielsweise Bananenschalen-Pommes. Ja, eh cool. Schmecken sicher lecker. Aber ich will nicht frittieren. Einerseits, weil so fettige Sachen nicht so gesund sind und meine Kinder eh schon genug „Blödsinn“ in sich reinstopfen. Zweitens, weil es viel Zeit und Aufmerksamkeit braucht, danach die Küche vor Fett nur so trieft und stinkt. Drittens, weil es neben einem 1,5-jährigen und einem 4-jährigen Kind nicht sehr entspannt zugeht, wenn man einen Topf voll heißem, brodelndem Fett am Herd stehen hat.

SO „CYCLEN“ WIR „UP“…

Ich gebe euch eine Liste von jenen Upcycling Food Waste-Möglichkeiten, die ich selbst in die Tat umsetze, die wenig Zeitaufwand bedeuten, dafür absolute Geling-Garantie versprechen. Wer Genaueres dazu wissen will, der schickt mir eine E-Mail an email@lisa-inspiriert.at oder kommentiert den Blog-Eintrag weiter unten.

Gemüseabschnipsel und Gemüseschalen: Friere ich so lange ein, bis ich eine genügend große Menge beisammen habe, aus der ich einen Gemüsesuppensud koche. Die Schalen abseihen und fertig ist der perfekte Gemüsefond.

Bananenschalen und Eierschalen: Verwende ich als Dünger meiner Gartenpflanzen. Die Bananenschale in kleine Stücke schneiden und ein paar Tage lang trocknen lassen, z.B. im Keller und dann in die Erde einarbeiten. Zum Aufheben bitte nicht luftdicht verschließen -> Schimmelgefahr. Eierschalen leicht zerbröseln und ebenfalls in die Erde rein. So gelangen unzählige Mineralien in die Erde, ganz ohne Chemie. Übrigens kann man Bananenschalen (ca. 100 g) auch in einem Liter Wasser kurz aufkochen und sie dann in dem Sud über Nacht stehen lassen. Am nächsten Tag durch ein Sieb gießen und als Flüssigdünger verwenden, der sich besonders gut für Zimmer- und Topfpflanzen eignet (1:5 verdünnen). Großartig als Flüssigdünger eignet sich außerdem Kartoffelwasser. Kocht man Kartoffeln in einem Topf mit Wasser, bleiben im Kochsud wichtige Nährstoffe enthalten, wie etwa Kalium. Zu schade, all das in den Abguss zu leeren. Nicht vergessen: vor dem Gießen das Wasser natürlich abkühlen lassen.

Kaffeesatz: Schütte ich manchmal einfach so in den Garten hinaus. Klingt komisch, aber ja. Selbstverständlich sollte man es nicht übertreiben, die Gartenerde sollte schon noch mehr Erde als Kaffee beinhalten. Kaffeesud ist aber ein toller Dünger.

Obstabschnipsel- und Obstschalen: Wenn ich einen Smoothie, ein Mus, Marmelade, einen Obstkuchen oder ähnliches zubereite, bleiben zeitweise die Schalen oder der Strunk übrig. Die Obstabschnipsel gebe ich dann gleich in einen großen Topf, gieße diesen mit heißem Wasser auf und schon hat man einen frisch gebrühten Früchtetee, der auch wirklich nach Obst schmeckt.

Zitrusschalen: Mit diesen habe ich aktuell ein Bastelprojekt am Laufen. (Ich weiß, an dieser Stelle ließe sich über die Nachhaltigkeit meines Mandarinen-Kaufs diskutieren – kommen die saftigen Früchtchen doch von so weit her. Aber ganz ehrlich: Herbst und Winter ohne Mandarinen und Orangen? Für mich eine schlimme Vorstellung. Hier habe ich übrigens eine großartige Website entdeckt: https://www.crowdfarming.com/ Klick selbst mal rein und schau dich um. Das ist die etwas nachhaltigere Alternative zum Orangen-Kauf im Supermarkt.)

Nun, jedenfalls zum Bastelprojekt meiner Kinder und mir: Wir haben während des Mandarinennaschens gleich noch die Schale weiterverarbeitet. Dafür haben wir kleine Keksausstecher genommen und winzige Herzen ausgestochen. Diese pressen wir nun einige Tage in einem dicken Buch und lassen sie dort zwischen Baumwolltüchern trocknen. Wenn sie fertig sind, möchten wir sie als Geschenks- und Dekoanhänger verwenden. Für Weihnachten planen wir eine Christbaumkette aus Orangen-Sternen.

Unser Bio-Müll ist zu 100% BIO. Konventionell verarbeitete Reste und vor allem die Schalen sollte man besser nicht upcyclen. Sie enthalten zu viele Schadstoffe.

Nun interessiert mich euer liebstes Upcycling Food Waste-Rezept oder -Projekt. Ich freue mich über viele Zusendungen und Neues, das ich ausprobieren darf.

„Be a switch!”

Eure Lisa

 

Make-up kommt mir nur selten ins Gesicht. Zu aufwendig. Auch das Gefühl auf meiner Haut mag ich nicht besonders gerne. Bei Nagellack werde ich jedoch schwach. Wie ein Kind im Süßigkeitenladen streife ich durch diverse Drogerien und bin fasziniert von all den vielen bunten Farben. Beeindruckt von allerlei Fotografien von perfekt gepflegten Händen samt Nägeln, besuchte ich sogar regelmäßig meine „Nagelfee“ des Vertrauens. Alle drei Wochen wurden meine Nägel gefeilt, poliert und mit Schellack bemalt. Was vielversprechend begann, endete in einem „Maniküre Alptraum“. Meine Fingernägel wurden brüchig, rissen schmerzhaft tief ein und wurden von Behandlung zu Behandlung dünner. Den Schönheitssalon betrat ich mit einem zunehmend unangenehmen Gefühl. Der beißende Chemiegeruch stieg mir in die Nase, meine Hände kribbelten beim Auftrag des Lacks. Alles nur Einbildung? Keine Ahnung. Mein Körper ist definitiv ein Sensibelchen, oft nehme ich Dinge intensiver wahr als andere. HALT, STOP! So konnte es nicht weiter gehen. Eine Nagellack-Pause musste her. Einige Monate trug ich den „pure nature“ Look. Sprich: keine Nagelfarbe. War mir dann aber doch irgendwann zu farblos. Also machte ich mich auf die Suche nach einer Alternative.

GRAUSLICH BUNT

Bei meiner Recherche stieß ich auf allerlei Dinge, die ich NICHT in meinem Nagellack wollte. Unfassbar wie viele Produkte Inhaltsstoffe in sich tragen, die im Verdacht stehen, schwer gesundheitsschädigend zu sein. Schon nach nur zwei Stunden können diese Stoffe in den Körper gelangen und langfristige Schäden verursachen. Angefangen von allergischen Reaktionen und Ekzemen bis hin zu Krebs, Schäden an der DNA und damit verbundene Unfruchtbarkeit oder Autoimmunkrankheiten. Wattepads, die zum Entfernen von Nagellack verwendet wurden, dürfen aus diesem Grund auch auf keinen Fall in der Toilette entsorgt werden (und weil sie aufgrund ihrer Dicke die Rohre verstopfen und Kläranlagen schädigen). Das in den Nagellackentfernern und Nagellacken enthaltene „Gift“ ist mehr als bedenklich für den Wasserkreislauf. Wer mehr zu diesem Thema erfahren möchte, den empfehle ich einen Blick auf folgende Website: codechek.info  Dieses Toll ist auch als praktische App für dein Mobiltelefon erhältlich. Durch das Scannen von Barcodes erhältst du einfach und schnell Informationen zu den Inhaltsstoffen deiner liebsten Beautyprodukte.

 

NACHHALTIG VERZAUBERT

Bei meinem täglichen Ausflug durch die Social Media Welt entdeckte ich die nachhaltigen Nagelfarben von „gitti – conscious beauty“. Laut Website sind die Nagellacke vegan und tierversuchsfrei (für mich persönlich SEHR entscheidend), basieren auf natürlichen Inhaltsstoffen, werden auf verantwortungsvolle Weise in Frankreich produziert und nachhaltig verpackt. WOW! Fast zu schön, um wahr zu sein, dachte sich meine innere Kritikerin. Doch „Probieren geht über Studieren“ und so orderte ich mein erstes buntes Päckchen samt Lack und passendem Entferner.

Der Nagellack ließ sich gut auftragen und auch der „Top Coat“ überzeugte mich. Zwei bis drei Tage hielt die Farbe an meinen Nägeln richtig gut, danach zeigte sich der ein oder andere Schönheitsfehler. Dieser wurde aber einfach mit ein bisschen frischem Lack kaschiert und bescherte mir für fast eine Woche ein farbenfrohes Vergnügen. Besonders begeisterte mich der „neutrale“ Geruch. Nicht einmal mein Freund beschwerte sich, als ich mir beim abendlichen Sofagelage eine ausführliche Maniküre gönnte. Doch irgendwann ist für alles Schluss. Nach sechs Tagen hatte ich genug von dem Rot auf meinen Händen und der Lack musste ab. Der acetonfreie Nagellack forderte mich zu Beginn, die Farbe wollte einfach nicht verschwinden. Zum Glück gibt es das Internet. Eine begeisterte „Gitti“-Nutzerin erklärte wie es geht. Einfach den Entferner ein wenig einwirken lassen, schon tritt die Nagelfarbe den Rückzug an.

Der Entferner überzeugte mich durch Duft und Konsistenz. Statt beißender Chemie-Wolke, duftet er nach Lavendel; anstatt die Nägel auszutrocknen, hinterließ er einen pflegenden Ölfilm. Quasi Wellness für die Hände. Zu „Klassisch Rot“ gesellte sich in den letzten Wochen noch „Avocado“ und „Aubergine“. Obendrein fand ein pflegendes Nagelöl den Weg in meinen Badezimmerschrank.

MIT.OHNE.CHEMIE

Ganz ohne Chemie geht es leider nicht. Bei der Herstellung der nachhaltigen Lacke werden so viele natürliche Inhaltsstoffe wie möglich verwendet. Unterschieden wird zwischen der pflanzenbasierten Formel und jener auf Basis von Wasser. Die erste Variante beinhaltet zu 77% natürliche Ingredienzen, ist langanhaltend und farbintesiv. Der wasserbasierte Lack besteht aus 55% Wasser, ist einfach aufzutragen, trocknet schnell und ist komplett geruchsneutral. Ich habe sowohl die eine Formel als auch die andere ausprobiert. Auftragen lassen sich beide toll, einen klaren Favoriten habe ich nicht. Der neutrale Geruch sowie die pflegenden Inhaltsstoffe des wasserbasierten Lackes haben mich jedoch ein bisschen mehr überzeugt. Doch wozu überhaupt Chemie? Selbst der natürlichste Nagellack benötigt ein wenig Unterstützung aus dem Labor. So braucht er zum Beispiel Butyl und Ethyl Azetat, um die einzelnen Inhaltsstoffe miteinander zu vermengen. Ohne diese Stoffe würde sich der Nagellack im Fläschchen in einzelne Schichten abspalten. Des Weiteren braucht er die Unterstützung von Acetyl Tributyl Citrat, um auf den Nägeln einen Film bilden zu können. Selbst hinsichtlich ihrer Haltbarkeit braucht die natürliche Nagelfarbe ein wenig Support. Wer sich näher mit den Inhaltsstoffen der „gitti“ Nagelfarben beschäftigen möchte, klickt am besten hier rein. Hier findest du eine genaue Beschreibung aller Inhaltsstoffe.

FAZIT

Natürlich, der Verzicht auf Nagellack wäre die gesündeste und nachhaltigste Lösung. Die Nagellacke von „gitti – conscious beauty“ sind für mich jedoch eine empfehlenswerte Alternative. Mir gefällt die Philosophie des Unternehmens. Das Team arbeitet laufend an sich selbst, versucht sich ständig zu verbessern und neue nachhaltige Innovationen auf den Markt zu bringen. Wenn auch du mit ruhigem Gewissen Farbe bekennen willst, kann ich dir „gitti“ nur ans farbenverliebte Herz legen. Aktuell kann man die natürlichen Nagellackfarben in Österreich nur online kaufen. Hier geht es zum Shop. (Unbezahlte Werbung.)

Hex´ dir das Leben nachhaltig bunter! Be a switch.

Alles Liebe

Eure Katharina

 

 

Ihr gebührt wahrhaftig ein Gedicht: Lange habe ich mich geweigert, seit April ist sie meine beste Freundin und ich habe sie bisher sechs Mal gefeiert. Was ich einst zu glauben hasste, ist nun MEINE Menstruationstasse. Nachfolgend erzähle ich euch warum, wer nicht spätestens dann auch eine will, ist …

Ich habe Schwägerinnen und Freundinnen, die schon seit Jahren auf ihre Menstruationstassen schwören. Ich habe diese nahhaltige Erfindung lange Zeit als zu ekelhaft eingestuft. Für mich war dieser kleine Cup irgendwie vergleichbar mit waschbarem Klopapier – was natürlich rein aus Nachhaltigkeitsgründen absolut keine dumme Idee wäre. (Oder man verwendet vielleicht noch besser einfach die linke Hand, wie es einst üblich war, um sich den Popo zu putzen.) Entschuldigt, ich schweife ab…

Nein, aber ganz ehrlich: Meine Menstruationstasse ist wohl meine kleinste beste Freundin. Sie ist hübsch anzusehen in ihrem zart rosa Kleid, sanft und geschmeidig gibt sie sich, liegt gar gut in der Hand und, was natürlich das Beste ist, passt perfekt in meine Vagina. Man könnte ja fast meinen, ich schreibe hier von etwas definitiv Nicht-Jugendfreiem.

EINE LIEBESGESCHICHTE DER BESONDEREN ART

Unsere Liebesgeschichte hat genau am 7. April 2020 begonnen. Ich kann mich deshalb so gut daran erinnern, weil es an meinem 31. Geburtstag war, mitten im Lockdown. Es war ein sehr warmer Tag. Meine Freundin Antonia hat abends als Zaungast zum Anstoßen vorbeigeschaut und hat mir was geschenkt? Genau, meine Menstruationstasse. Ich musste sehr lachen über dieses Geschenk, habe mich aber total gefreut. An dieser Stelle nochmals: „Danke Toni! Du hast meine Periodenzeit wieder lebenswert gemacht! Dickes Corona-Fern-Bussi an dich!“ Wahrhaftig eines der wohl besten Geschenke, die ich je bekommen habe (sorry Ehemann und Schatz, deine Überraschungen sind auch OK 😉). Wie es der Zufall so wollte, hat an diesem Tag dann sogar noch meine Periode eingesetzt und das Präsent kam umgehend zum Einsatz.

EINFÜHREN UND „GENIESSEN“

Ich weiß, man hört immer wieder davon, dass nicht jeder Frau jede Menstruationstasse passt, dass vielleicht ein anderes Modell besser wäre, dass diese oder jene Größe nicht die richtige war, dass man sich ein wenig in das Einführen einfinden muss und, und, und. Ich hatte vielleicht unfassbares Glück oder es war mein Geburtstags-Karma, auf jeden Fall habe ich mein Geschenk in die Hand genommen, an seinen Platz geschoben und voila, schon hat es gepasst. Es war tatsächlich Liebe auf den ersten „Einführer“. Schmunzel! Ein wenig Humor muss man in diese Thematik einbringen.

BYE, BYE TAMPONS UND BINDEN

Seither habe ich keinen Tampon mehr verwendet und keine Binde. Man muss dazu wissen, dass ich seit der Geburt meines zweiten Sohnes meine Periode so stark hatte, dass ich mich an den ersten beiden Tagen schon fast gar nicht mehr außer Haus getraut habe. Die stärksten Tampons, die es gab, kamen zum Einsatz und obendrein, als Schutzmaßnahme, eine Binde. Und dann musste ich trotzdem alle zwei Stunden auf der Toilette verschwinden, um Tampon & Co zu wechseln. Von Sport oder schwimmen brauchen wir erst gar nicht reden, das wäre an den ersten beiden Tagen undenkbar gewesen.

FÜLLVOLUMEN IST SENSATIONELL

Obendrein musste ich mir in den ersten beiden Periodennächten stets zwei Mal einen Wecker stellen, damit ich nicht vergaß die Hygieneprodukte auszutauschen, sonst wäre ich in einem Blutmassaker aufgewacht. Da schliefen endlich meine Kinder wieder gut (ich hatte im März gerade sechs schlaflose Monate hinter mir, da mein Kleiner durchgehend gezahnt hatte und es Nächte gab, in denen ich keine Minute die Augen zugemacht hatte) und dann musste ich aufgrund meiner Periode zwei Mal aus dem Schlaf gerissen werden.

Aber dank der Menstruationstasse ist alles anders. Zwar leere ich nachts ab und zu den Cup aus, da ich manchmal auf die Toilette gehe, um zu pinkeln oder Durst bekomme und einen Schluck Wasser aus dem Wasserhahn brauche. Wichtig ist aber: Ich müsste die Tasse nicht ausleeren, da sie ein genügend großes Volumen aufweist, um meine Fontaine an Blut aufzufangen. Ebenso war schwimmen im Sommer problemlos und stressfrei möglich.

AUCH AUF ÖFFENTLICHEN TOILETTEN KEINE HEXEREI

Wenn ich in öffentlichen Toiletten meine Tasse ausleere, dann nehme ich nun immer eine kleine Flasche Wasser mit, dann kann ich sie in der Kabine über der Klomuschel abspülen. Das klappt tadellos. Zu Hause oder bei Freunden ist das Auswaschen ohnedies nie eine Hexerei.

Wen es interessiert: Ich habe einen SELENA CUP in mittlerer Größe (unbezahlte, unbeauftragte Werbung).

Wer sich unsicher ist, kann sich aber bei seine/m Gynäkologen/in beraten lassen oder er schaut mal auf die Website www.erdbeerwoche.at (ebenfalls unbezahlte Werbung). Das Unternehmen erdbeerwoche besteht aus einem kleinen Team, das alles gibt, um beste nachhaltige Monatshygiene-Produkte liefern zu können. Vor einiger Zeit habe ich einmal eine Geschichte über die Gründerinnen von erdbeerwoche publiziert. Gerne könnt ihr diese Geschichte auch auf unserem Blog nachlesen -> Link.  Man kann erdbeerwoche eine Mail schreiben oder direkt dort anrufen und sich so zu diversen Produkten beraten lassen.

„Be a switch!“

Alles Liebe,

Eure Lisa